Sep
20
Written by:
frank zindel
20.09.2009
September 20, 2009 - Joana Hancock
TF RELEASES JUVENILE SEA TURTLE RAISED IN CAPTIVITY
On Friday Turtle Foundation staff, in collaboration with the Club Ambiental of Boavista and Clam Tours released a small one year old loggerhead turtle that had been raised in captivity since its early days. This turtle, according to the fisherman who donated it to Turtle Foundation, was found washed up on the city beach the year before, and taken by him to recover and grow healthy enough to be released back in the ocean.
Raising sea turtles at home is a common practice in Cape Verde, and particularly in Boavista. Locals claim that by capturing hatchlings and keeping them until they are bigger is a conservation strategy that will allow the turtle to grow to a size in which they are able to protect themselves better from predators.
While in theory this practice could have its advantages, and is still performed in many countries (it’s called "head-starting"), in practice it can be extremely harmful to the turtles. Some of the problems that can arise from this practice include interference with natural life cycle, behavioural changes of the hatchling (inability to find food, habituation to human presence and feeding, loss of natural instincts), abnormal development, both physiologically and psychologically, nutritional problems, introduction to diseases.

|
 |
The event was a success in all senses, with an estimated attendance of over 100 people, more than half being locals from Sal Rei. There was a local competition to have the local kids to name the turtle, and the winner, who chose the name "Rex", went home with a new set of colouring material and book! This activity aimed at raising awareness in locals, to stop this practice, and to donate other turtles that they might have. As a result, at least one person agreed to release two small turtles she had in her house, and they will be released soon!!
> More on "head starting" and "captive breeding" can be found in: http://www.seaturtle.org/mtn/archives/mtn50/mtn50p8.shtml
http://www.iucn-mtsg.org/Publications/Tech_Manual/Tech_Manual_en/35-ROSS.PDF
20. September 2009 - Joana Hancock
Am vergangenen Freitag entliessen Turtle Foundation Mitarbeiter eine kleine, etwa ein Jahr alte und seit langem in Gefangenschaft lebende Unechte Karettschildkröte in die Freiheit. Dies geschah in Zusammenarbeit mit der lokalen Umweltschutzorganisation „Club Ambiental“ sowie dem lokalen Reiseveranstalter „Clam Tours“. Die Schildkröte war offenbar vor einem Jahr an den Stadt-Strand gespült worden, wo sie von einem Fischer gefunden, in Gefangenschaft gesund gepflegt und aufgezogen worden war, um sie dann, wenn sie gross genug ist, wieder im Meer frei zu lassen. Der Fischer „spendete“ das Tier nun der Turtle Foundation.
Meeresschildkröten zu Hause aufzuziehen ist auf den Kapverden, und vor allem auf Boavista, eine gängige Praxis. Die Einheimischen behaupten, dass ein Schlüpfling durch diese Methode die Möglichkeit erhält, in Sicherheit gross und stark genug zu werden, um dann in Freiheit besser gegen natürliche Feinde geschützt zu sein und das Tier dadurch eine bessere Überlebenschance hat. Obwohl diese Strategie in der Theorie seine Vorteile haben mag und sie in vielen Ländern immer noch praktiziert wird (man nennt diese Methode „head-starting“), kann sie in der Praxis für die Schildkröten extrem gefährlich sein. Einerseits wird dadurch der natürliche Lebenszyklus stark beeinflusst, andererseits werden Verhaltensstörungen des Schlüpflings provoziert. Eine mögliche Auswirkung kann die Unfähigkeit sein, Nahrung selber zu finden sowie die Gewöhnung an die menschliche Präsenz und daran, gefüttert zu werden. Weiterhin kann es den Verlust der natürlichen Instinkte bedeuten oder eine abnorme physiologische und psychologische Entwicklung. Ebenso können Ernährungsprobleme oder die Vermehrte Ansteckung von Krankheiten die Folge sein.

 |
 |
Die Veranstaltung war in jeder Hinsicht ein grosser Erfolg! Über 100 Menschen haben daran teilgenommen; mehr als die Hälfte waren Einheimische von Sal Rei. Es gab einen Wettbewerb, bei dem es darum ging, dass sich die Kinder einen Namen für die freizulassende Schildkröte auszudenken mussten. Das Kind, welches sich den Namen „Rex“ ausgedacht hatte, gewann schliesslich den Wettbewerb und erhielt als Preis ein Set neue Farbstifte und ein Malbuch! Ziel dieser Veranstaltung war es, die Menschen in Zukunft von dieser Praxis abzuhalten und sie dazu zu bewegen, weitere in Gefangenschaft gehaltene Schildkröten zu spenden. Tatsächlich meldete sich daraufhin eine Person, die sich bereit erklärte, „ihre“ beiden Schildkröten wieder frei zu lassen; und dies wird schon sehr bald geschehen!
> Mehr zum Thema “head-starting” and "captive breeding" (auf Englisch) finden Sie unter: http://www.seaturtle.org/mtn/archives/mtn50/mtn50p8.shtml
http://www.iucn-mtsg.org/Publications/Tech_Manual/Tech_Manual_en/35-ROSS.PDF
Tags: